Der Schnee ist ein Wal, mit offenem Mund.
Ich habe diese Antiheldin zu meiner Begleitung für den Ball gewählt.
Ihre hektischen Herzklappen die zentrische Kreise in den Brandy zauberten, intonierten mir.
Ein Schuljunge, der lächelnd ihre Haare hält, als sie kotzen muss.
So, oder ähnlich verzerrt
dieses Bild von mir, dass mich gefangen hält.
Kleine Schwester zwei,
meine Worte sind etwas anders als deine. Sprichst du, dann willst du dich in den Raum stellen. Wie etwas, dass einen Anfang und ein Ende hat. Doch ich bin immer ganz da und so sind meine Worte nur Fühler, mit denen ich dich in mir ertaste.
Der Schlag ihrer Hose tropft .
Die Ohren glühen noch nach, während unter a-rhythmischem Finger,
Funken stieben, mit hartem Ton.
Auf der Toilette, wringt sie ihr stolzes Haar, mit starrem Blick.
Mit Rissen im Gesicht.
Sie hat gelernt, dass alles mit Substanz, erst dann massiv klingt,
wenn es bricht.
1.
mein Medium ist die Sonne
manchmal spreche ich
mit den Menschen
2.
ein weisses Krokodil starb hier
erzählen mir die Kinder
es war weiss und starb
ich denke an meine Milchzähne
und zugeschlagene Türen
erhängte Mineralklumpen
dass eine Klinke eine Waffe ist
ein weisses Krokodil
die Umrisse tatsächlich weiss
auf dem Boden tatsächlich
zeigen mir die Kinder
bedeutsam deutend
weisses Krokodil!, weine ich
die Zahnfee habe es geholt, wissen die Kinder zu berichten
zum Beweis schwenken sie
eine beachtliche Summe, für Kinderköpfe,
hin und her
und ich bin wie Hypnotisiert
erwache mit einer Schachtel Zigaretten in der Tasche
beim Supermarktdetektiv
Kindheit!, beweine ich
Tränen peelen mir die Wangen
Schuldig, erklärt man mir mich
des Diebstahls und ich habe das Krokodil zudem gegessen
abseits des Protokolls bemäkelt man meinen bunten Hut
und mein buntes Zimmer
es sei nicht
sicher meinen sie.
3.
ich lache über ein foto das mich zeigt
im mönchsdress mit fünf jahren
als sei ich eben so
zwischendurch
gestorben
i am
omnipresent
omniabsent
the future
time
is linked to the heartbeat
a flower will bloom
as the sun rises
and will eventualy die
as it sets
the sun will rise again
and new flowers will bloom
but they won’t be the same flowers
as before
each timeframe
is always defined by the heartbeat
as it rises
getting a grab on a thought
may be impossible
as it slows
feeling content in the present
may be impossible
my heart went on a rampage once
and i felt like i was living
as i died, permanently
i wonder this is what it is like
to live as a god in shape
singled out, whilst being in every thing
probably
this state of mind
is what we’re heading towards to
a flower will bloom
as the sun rises
and will eventualy die
as it sets
the sun will rise again
and new flowers will bloom
but they won’t be the same flowers
as before
these flowers
.. will be beautyful
Orpheus
Saalschlacht
Paracelsus
Remix
Hirn
"Last drawing before Mars"
Tiptoe
ADIEU INTERESSANT
if it appears in the desert
fräulein atlantis
die summe
acht stunden sind kein tag?
king kong kisses
parzival
cash machine
chromatic diet
hotel #24
//
kampf
wortreste (fingernägel)
erdschwere (glieder)
sonne wälzt sich auf
stadt
//
count up
to unhappiness
dahinter 02
bilder von abfall
pictures of garbage
pflaumenkern
lagos
geist den ich
rief
striped
gedankenstrom
bauhaus
knochengerippe nagen
dein hilfloses Lachen
in einem gestützten Körper
thermoplastik
before Darwin
eine Idee aus Öl
1
atmen
durch die risse der nacht
ein müdes gähnen,
bartstoppeln, sterngespreizt
sag den monden und der sonne ab
sprechen leben nichts
die luft, sie steht
entkleide dich
und den schlaf sickernd, deine hautpore
durst nach schlaf
erdschwere lieder summen
über die augen den mantel wie gestülpt
television glueht den raum nach aussen aus
2
sonne
wälzt sich auf die stadt
strahlt brennend
asche weht aus kinderzimmern
streugut um den schnee zu schmelzen
vom huegel aus,
die skyline, fernab
lichterloh
verknotet in einem auto, uns liebend,
kein blick dafür
3
kindheit, selbst du hast mich verlassen
was fest in mir war, vor mir
am fleischerhaken
leben
4
wellblechpatiniert
mein koerper
patiniert
bin schon lange
lange
lange hier
ein rotes kopftuch, abgewachsen
vor mir im sand
habe ich meinen traum vergraben
vorn und hinten zu dir
zurück zu dir
durch das minenfeld und
lös mich auf in zucker
sanft und schnell und maeszig
wie
in gedanken, winterfarben an mich denken,
unbewusst des loeffels in der hand
5
ich stimme ein
in die muedigkeit
der groszen koepfe
6
ich hatte ein wort dafuer
ein wort
wie unisex & alles
ein wort
unentschieden, nie gleich
für das
wie wellen oder ein netz, das alles umschlieszt
ein wort
wandelbares wort
„warum hast du mich verlassen?“,
pathos dumpfes wort, oder nacht
für das
was ich sah, hatte ich
eines
7
und an der warschauerstrasze, in berlin
der sonnenuntergang
hinter dem groszen haus
versteckt
projieziert auf eine reklametelevision
sechs meter breit
hinter dem haus
filmen sie den sonnenuntergang
im glauben
schoenheit erlaube kompromisse.
so wunderbar, berlin.
8
ich warte durch ein buch
die bedienung
& kaffee
warte durch ein rohr
& toene
auf den satteliten
der das haus vor mir
zerbirst
9
maj dai, nur du weiszt noch
ihre wale, waren in wahrheit blaue elefanten und unsere traeume waren schwarze elefanten
und die sterne waren elefanten, mein sechflaschenbauch
ein elefant, von meinem ruessel angefixt
suechtig nach mir und ich nach deinen winkeln
und den lustvollen wellen aus fleisch
deine traurigen und endlosen augen, ergraute haut, ein narbengeflecht physischer haerte
eine elefantenkuh, aus seele geschnitzt.
10
ich weisz nur
wo ich immer war
ist grau
im kinderspiel an mueden beton geschmiegt
oder (aus)geklammert
vom spasz der anderen nichts gewusst
nur naxosscherben, hallfabrik
aus farbeimern traeume gekippt
und hektisch, fast ausgerutscht, zu paul gerufen -laufen
habe ich, gesagt habe ich
- halt die waende fest!
gefesselt an diesen tag
an die mauer gestellt
- das haus stuerzt ein!
ich weisz noch
wo ich immer war
11
ich will nichts von deinem blindmacher da
haeuptling oder gott
dein ambrosia oder eigenbrand schmeckt derbe
wie russischer rauchtee
eine geruch von abgemagerten
erinnerungen aus kindfleisch
zerschnitzte traueme von den zeiten
als kokain noch ein fuellwort in den liedern war
ich will nichts da davon
12
im kofferraum schlaeft mein freund, mein stecher
die klarinette umklammert seine kalte hand
stadtauswarts
war wo ich herkomme
irgendeine richtung
im zentrum der stadt
liegt seine wohnung
und kuehlt langsam aus
13
hingerissen starrt sie in meinen gaehnenden mund
auf die zerblombte zahnlandschaft
ihr blick entfacht zwoelf neue lieben in mir
ich bin wieder wach
zauberhaft
14
neulich traeumte ich mir
zwei pferde
trauemend unter einem baum
ein bild von frieden
doch ein unteil von dieser welt
nie je konnte der anblick eines solchen tieres
den wunsch in mir wecken es
zu betrachten reiten oder besitzen
wachend aengstigt mich der wahnsinn, der aus ihren augen blitzt
orientierungslos, veraengstigt, schicksalsergeben
im schlaf ist es die distanz, die schwere der luft, welche sich zwischen
mir und dem tier aufbaut
als muesse ich sterben und fuer immer verschwinden
um das wesen zu beruehren
am morgen, nach dem traum
bleibt mein herz verschlossen
15
mein bester freund war damals ein obdachloser
in teuren hemden
die haare schnitt er sich gekonnt mit einer haushaltsschere
wenn er essen holen ging sagte er containerrush dazu
er war meist betrunken
und rasiert
seinen namen konnte ich mir nie merken, denn er war lang, amerikanisch, edel
und ich lerne namen durch klingelschilder und er hatte keins, also rief ich ihn joey
seine leber wuchs nicht nach, aber er war jung
eines abends sah ich ihn und er mich
doch er ging an mir vorbei, mit provozierendem laecheln
ein gut aussehender mann, in seiner herablassenheit
ausgehend davon, ging ich auf den ersten blick davon aus, er wolle mich aergern
tatsaechlich starrte ich ihm empoert nach
und sah, er wollte meinen blick auf seinem ruecken
wo geschrieben stand, mit marker auf einem teuren, weissen hemd,
„save marla singer“
16
lösche die lichter
singe ein lied
englisch mit deutschem klang
ich werde dann bleiben
solange werde ich bleiben
17
DISTANCE
tanz das Z E L L E
individuumswahn bis in die
harmonie, tanz das D I S T A N Z
bis alles andere verschwimmt hinter deinen haenden
tanz das N A M E, das I D E N T I F I K A T I O N und das M A T E R I A L
alle sollen nachhause gehen
tanz das A und LL und E und I das N mit E
dir ein lied zu singen
vom leben der zurückgebliebenen
auf dass
das eis bricht
welches dich vom leben trennt
unter stiebend heissen tönen
unserem letzten aufbäumen
vor einem schweigen
Wasser lesen.
Das Universum im großen Kochtopf.
Kopf rein, in die Sonntagszeitung auf Molekülbasis.
Kann Feuer unter Wasser riechen.
Stellen sind wundgerieben, gefrorene Hosenbeine, Eis mit Knickmuster.
Hier gibt es nur Regen und kein Regen.
Nippon-pinke Faltschirme, mobile Privatbunker.
Der Ort, an dem ein Stück Papier, unbeschrieben, die Welt bedeutet.
Quartier 59,
die Planetnarbe.