Tiefblog











{02-03-08}   Revue passiert: IV

8.
A. ruft an, zwei Karten für Balkan Musik im SO36 hat sie gekriegt. Irgendeine DJane legt da auf.
Balkan Musik, aha. Ich schau erstmal nach, wo die Halbinsel noch mal liegt. Schlimmer als die Schweiz, sagt Wikipedia unterschwellig. Ich sag zu, klar tu ich das.
Ist ja kostenlos, sowieso sag ich A. nur ab wenn muss, die hab ich gern um mich, auch wenn das manch einer schon ziemlich falsch verstanden hat.
„Ah, der aus Frankfurt“, rufen fremde Menschen immer Schuldbewusst aus, als müssten sie mich schon von weitem erkannt haben, A. grinst dann verlegen, als hätte sie Angst, dass ich auch auf das Missverständniss reinfallen würde.
Also Balkan Musik dann den Abend.
Balkan Musik, das hat A. so gesagt, in Wirklichkeit weiß ich gar nicht wie der Kram heißt, aber soll ganz gut sein, hab ich gelesen. Die Orchester, die ich bisher gehört habe, haben mir auch gut gefallen.
Im Club klappt das alles super. Sonst kommt man schwerer mit ausgedruckten Freikarten rein, die genieren sich meistens und machen überlegene Pokerfaces. Die hier nicht. Das ist das SO36. Die halten was auf sich und ihre Toleranz.
Fett am Eingang neben den Türstehern, steht auch die Hausordnung. Total Alternativ. Bei Faschistischen oder Rassistischen Übergriffen, werden Leute rausgeworfen oder Veranstaltungen abgesagt, der darf nicht beleidigt werden, der und der ist hier willkommen, eigentlich jeder – ginge auch kürzer, wäre dann aber nur halb so Heroisch.

A. findet, dass wir Barfuß tanzen sollten – finde ich auch, also tun wir das und stellen unsere Schuhe an den Rand.
Balkan Musik, das ist eigentlich ganz in Ordnung, gut zum Tanzen, sehr abwechslungsreich. Aber meine Hose ist zu schwer um A.s Springtheater lange mitzumachen, die hat zum Glück keine Ausdauer – gleicht sich aus.

War ein guter Abend, damit lässt sich arbeiten.



Eine Antwort schreiben

et cetera