Ich laufe mit einer Freundin durch Frankfurt.
Zum Auto, das da geparkt war nähe Kaiserstraße.. eh.. Hauptwache.
Neben dem Auto steht ein Grau-mellierter in Uniform. Vorm Hotel, wohl der Concierge (Konziertsch) – und raucht ungemütlich ne Fluppe, als müsste er gerade Parrieren, mitten in der Nacht in seiner Pause. Sowas ist eben ein Full-time-Job, der Mann trägt den Ruf seines Hotels in den Schulterpolstern. Die sind da eingenäht in die gestellte Uniform. Versteckte Kosten sozusagen.
Ich stelle mich rauchend, kerzengerade und akkurat neben ihn und wünsche fröhlich einen „Guten Abend!“.
Plötzliches Entsetzen.
Es sind eben solche Dinge mit denen Typen, die den ganzen Tag damit verbringen abstrakte Probleme zu lösen, einfach nichts anfangen können – das verwirrt sie. Und je akkurater ein Mensch ist, in seiner aufgeräumten, parfümierten Kopfwohnung, desto weniger können sie mit Verwirrung umgehen.
Er denkt eine kleine Weile und ergattert ansatzweise seine Fassung wieder.
Greift nach der Birne und dreht sie rein.
Effektiv: er nickt mit dem Kopf, schmeisst seine kaum angerauchte Kippe auf die Erde, dreht um – und geht.
Das ist Frankfurt.
Großartige Stadt.