wort: ente
für: g.

1.
rückte zu viele worte heraus rückte ich
hier ein quentchen schlafmuster
die steppdecke (nie ganz erfasst, weil immer in ihr verheddert)
ein schnabel
zwei zitternde notizblöcke in der s-bahn (steglitz)
und vermutlich ein tremor in der linken hand.
vielleicht nicht ganz der unmut, stadtverliebt
oder hängematte
aber ähnlich angefühlt
auf dem trockenen hängen und wanken
irgendwo doch ein bisschen volltrunken

2.
”das ist nun aber zu pragmatisch!”, schmollmundig (& schokolade) schnappt sie ein – und mein bein war schon drin, in der falle.
krümmt sich also mein stolz auf dem boden (“SCHWALBE! GANZ KLAR!”*)
*{berliner pubgeflüster, dorfpaparazzi: die wissen immer was sache ist.
was zu sagen ist so zu sagen auch. ich dagegen eher der unbeholfene.
mit nem bier bleiben die sitzen (immer) und werden gesprächig.
dafür zu frisch, hibbelig, irgendwo knuffig in jener ungereimtheit meiner bewegungen – nie ganz entschieden, will ich links oder rechts, ins wasser oder auf den boden oder in die luft? – klappt ja alles nicht so richtig.}

3.
ich hatte kein wort dafür.
aber eine freundin hatte eins:
”guck mal.. das ist ein foto. an dem weiher bin ich jeeeden morgen.
und guck mal.. was ist das?” “ne ente”, meine ich. 
“nein!” (schmollmundig, da ist sie wieder!)
“was denn sonst?”
“NE MINI-ENTE”

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