im fernsehen
der touchdown des rugbyspielers
über den rubikon und keiner klatscht
und keiner sieht hin
kohlt fleisch in der pfanne, spritzt öl
und ein klumpen eis in den messingrohren
stockt, umspühlt, blockt, während fünf bar
weiter anrennen

lider räumen den moment
er rollt als träne
mein gesicht entlang
quillt das feine porengitter
auf in den raum
die verlängerte geste
dein lächeln auf der uhr, ein spitzes
zehn vor zwei
und der überbordende lichtblock
lädt den staub
zum tanz

wie lange die momente gehen
und wann sie inne halten
im stockenden atem, in der geöffneten hand
die kondensberge über den kriegsschiffen
die diskrepanz zwischen windstärke und koordinate
wir drücken uns staunend an die fensterscheiben
der babeltürme, zwischen den blumenkästen
und zerbrochenen sätzen
ein stück ewigkeit

wird die schwerkraft unerbittlich
punktiert hektarweise tonnenkraft
auf unsre haut, gewicht und zentrifuge, die erde
und ein verschlucktes husten in den vorderen rängen
hitlers abgerissener kopf, sein stumpf der fäden zieht
und nach der dürreperiode die mauer
wächst nach

wenn du mich verlässt
dann an einem anderen tag
nicht da, wo es sich häuft
und die konzentration erschüttert
acht stunden tagwerk die sinne dämpft
dann tu es, wo es nicht zwischen den elektronen
ausdünnt durch den offenen moment
nur wie ein kurzes flackern
ich will vorher die luft anhalten
den staub und die aussicht dahinter
meine worte zurecht legen, wie sich das kondenswasser sammelt
zur wasserwaage und einem tropfen, einem weiteren tropfen
auf dem stein über der fußbodenheizung.

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